(Full-Service-) Werbeagentur, wir hatten eine gute Zeit

Aber die Zeit war reif, zu gehen. Ich verabschiede mich von meinem Job als Mediengestalterin für eine Full-Service-Werbeagentur aus dem Westerwald. Neue Herausforderungen warten auf mich. Neben meiner Selbständigkeit werde ich mich künftig um das Marketing eines regionalen, mittelständischen Unternehmens kümmern.

Um es auf den Punkt zu bringen: ich hatte in der Werbeagentur eine richtig gute Zeit und ich bin heilfroh, dass sie vorbei ist. Ein Widerspruch? Nur auf den ersten Blick.
Richtig ist, dass ich ausgesprochen wertvolle Erfahrungen sammeln durfte. Erfahrungen, die mir als Einzelunternehmerin so nicht möglich gewesen wären. Nach rund 15 Jahren Selbstständigkeit in einer One-Woman-Show ist der Tunnelblick eine große Gefahr. Darum bin ich dankbar für die neuen Impulse, die Kollegen, Vorgesetzte und auch Kunden einer klassischen Werbeagentur mir geben konnten. Das ist ein Erfahrungsschatz, den ich nicht missen möchte.

Allerdings habe ich auch erfahren, dass das Agenturgeschäft nicht wirklich „meins“ ist.

Eine Werbeagentur hat es nicht leicht

Kreative Lösungen brauchen Raum und Zeit. Der hat mir bei einer Arbeit für eine Werbeagentur oft gefehlt.

Kreative Lösungen brauchen Raum und Zeit.

Der Wettbewerb ist riesig und es geht häufig darum, wer der Billigste ist. Wie sagte einer meiner ehemaligen Chefs kürzlich zu mir: „Wir müssen es über den Preis machen!“
Nein, müssen wir nicht. Für mich ist das der völlig falsche Ansatz. „Wir sind die billigsten“ klingt laut und schrill. Aber „Geiz ist geil“ war gestern. Es bleibt zu viel auf der Strecke, wenn „billig, billig“ im Vordergrund steht. Um an billigen Lösungen verdienen zu können, müssen Raster her. Entwürfe, die man möglichst vielen Kunden schnell überstülpen kann. Der Kunde soll möglichst schnell abnicken, damit die Werbeagentur hastig die nächste Rechnung stellen kann. Auch wenn es viele Agenturen gibt, die auf Qualität und Leistung setzen, beobachte ich doch mehr und mehr Preisdumping. Leider geht diese Rechnung selten auf. Ich würde sagen: NIE!

Mal ehrlich, bist Du billig? Möchtest Du es billig? Eine Website, wie der Nachbar sie schon hat? Den gleichen Flyer für Schuster und Metallbau, immerhin in individuellen Farben? Legst Du keinen Wert auf persönliche Gespräche? Zeit am Telefon? Erreichbarkeit? Die freundliche Dame vom Callcenter nimmt Dein Anliegen auf und der megabillige Programmierer aus Indien setzt deinen Wunsch um? Wenn Du das so möchtest, bitte.

Ich kann und will so nicht arbeiten! Und wenn Dir das auch zu billig ist, dann bist Du bei mir genau richtig.

Ich werde nie eine „Billig, Billig“ Werbeagentur sein

Mein Konzept liegt zwischen billig und teuer bei preiswert. Arbeit, die ihren Preis wert ist.

Ob als selbständige Querdenkerin für meine Kunden aus unterschiedlichsten Branchen oder künftig als kreativer Kopf für die breitgefächerten Marketing Maßnahmen eines einzigen Unternehmens: Dein Anliegen ist mein Herzensanliegen. Dafür möchte ich mir die Zeit nehmen, die kreative, gestalterische Prozesse brauchen.
Ich möchte den Raum haben, auf Deine speziellen Wünsche einzugehen. Ein offenes Ohr für Deine Problemstellungen haben. Mit Dir als Kunde an einer optimalen Lösung tüfteln.
Nur so kann ich eine Arbeit abliefern, mit der wir beide glücklich sind. Und darum macht es mich froh, dem Agenturgeschäft nun wieder den Rücken zu zukehren.

In diesem Sinne, Martina macht das!

Wer mehr über Full-Service-Werbeagenturen lesen möchte, findet bei Haufe einen interessanten Artikel zu diesem Thema.