Martinas Geheimnisse: So wird Deine „Über uns“-Seite ein echter Hingucker

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Ganz gleich, für welche Methode Du Dich entscheidest, Ziel ist immer:
neugierig machen, Vertrauen wecken, Persönlichkeit zeigen.

Warum eine „Über uns“-Seite immens wichtig ist

Google Analytics beweist: die „Über uns“-Seite gehört zu den am häufigsten besuchten Seiten im Internet. Menschen kaufen Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen, denen sie vertrauen. Dazu wollen Sie sehen, wer hinter dem Angebot steckt.
Potenzielle Kunden wollen wissen, welche Qualifikationen Du hast, ob Du eine Lösung für Ihr Problem hast und nicht zuletzt, ob Du sympathisch bist. Als Geschäftspartner, als Unternehmen, als Team.

Welche Inhalte gehören unbedingt in eine „Über uns“-Seite?

Beginne mit einem kurzen Eröffnungsstatement.

  • Stelle eine Frage an Deinen Wunschkunden. So wie: „Du suchst nach einer Maschine, die es noch gar nicht gibt?“, „Du suchst die ultimativ spannendsten Bücher?“, „Du bist Deine dünnen, kraftlosen Haare leid?“ Danach folgt ein Hinweis, dass genau das bei Dir oder Deinem Unternehmen zu bekommen ist (und natürlich noch mehr). ODER:
  • Sage Deinem Wunschkunden, wie Du ihm helfen kannst. Versetz Dich in die Lage des Kunden. Welches Problem hat er? Welche Lösung bietest Du dazu an? Dann beschreibst Du kurz Dein Unternehmen und zählst in ein oder zwei Sätzen auf, was das Unternehmen anbietet. Du kannst noch ergänzen, für wen sich das Angebot eignet. ODER:
  • Verrate etwas Außergewöhnliches, ein kleines Geheimnis.
    Ein Beispiel für den Friseurbereich: „Wussten Sie, dass ich mir als Teenager immer selbst meine Haare geschnitten habe? Ich habe früh gemerkt: diese Passion muss ich zum Beruf machen. Heute führe ich einen modernen Friseur-Salon mit acht ambitionierten Mitarbeiterinnen.“

Vorstellung Deines Unternehmens

Nach dem Eröffnungsstatement stellst Du Dein Unternehmen vor.
Eine sachliche Kurzvorstellung ist prima. Bitte keine langen Bandwurmsätze, die schrecken Leser nur ab. Hier kannst Du interessante Zahlen und Fakten unterbringen: Unternehmensgründung, Anzahl der Mitarbeiter, Produkte, Dienstleistungen.
Mache keine Verkaufsshow aus Deiner „Über uns“- oder „Über mich“-Seite. Besser ist es, herauszustellen, welche Alleinstellungsmerkmale das Unternehmen hat.
Zeige auch hier, dass Du das Problem Deines (Wunsch-)Kunden lösen kannst. Potenzielle Kunden wollen nicht den attraktivsten Chef oder das schönste Firmengebäude aller Zeiten sehen. Sie wollen sehen, dass Du etwas für sie tun kannst. Menschen gehen ins Internet, weil sie nach Unterhaltung oder nach Problemlösungen suchen.

Unternehmensphilosophie

Ein wichtiger Punkt ist immer die „Unternehmensphilosophie“. Besser ist die Formulierung: „Wofür wir stehen?“. Das klingt weniger abgedroschen, stattdessen authentisch. Was macht Dich als Unternehmer aus? Was ist Dir wichtig. Bleibe authentisch.
Und:  schreibe niemals über Dein Unternehmen in der dritten Person. Das wirkt hölzern und kalt.
Und eben so wenig sollten Einzelkämpfer sich mit „WIR“ schmücken. Steh zu dem, was Du bist und wofür Dein Unternehmen und Dein Team stehen. Nur so findest Du auch die Kunden, die zu Dir passen.

Team

Nächster sehr wichtiger Punkt: das Team. Grundsätzlich sollten alle Mitarbeiter, die in direktem Kundenkontakt stehen, auf der Website abgebildet werden. Ob darüber hinaus Mitarbeiter gezeigt werden, hängt nicht zuletzt von der Größe des Teams ab.
Auch die Geschäftsleitung gehört unbedingt auf die Website. Und immer alle mit aktuellen authentischen Fotos. 
Zeige die Menschen hinter den Namen. Deine Kunden werden Dich dafür lieben.
Ob streng, seriös oder ausgefallen flippig hängt vom Unternehmen und der Branche ab, in der Du tätig bist.

Beim Thema Fotos entsteht gerne Reibungsfläche. Hin und wieder wollen Mitarbeiter sich nicht auf einer Internetseite abgebildet sehen. Wenn Du hier nicht weiter kommst, wirst Du etwas Kreativität entwickeln müssen, um Euren künftigen Kunden trotzdem ein tolles Team zu präsentieren.

Du kommst nicht weiter mit Deinen Team-Fotos?

Ich habe da einige sehr gute Ideen. Einfach zum Hörer greifen und anrufen!

Du kommst nicht weiter mit Deinen Team-Fotos?

Ich habe da einige sehr gute Ideen. Einfach zum Hörer greifen und anrufen!

Was sagen Eure Kunden?

Kunden vertrauen Bewertungen und suchen danach. 
Mach Dir  das zu Nutze. Lass Deine zufriedenen Kunden für Dich sprechen. Kundenfeedback wird immer gerne gelesen und erhöht das Vertrauen in Dein Unternehmen. Aber achtet darauf, dass Deine Kundenstimmen nachvollziehbar und echt sind.

Was auf keinen Fall fehlen darf: Kontaktmöglichkeiten

Ganz wichtig auf der „Über uns“ oder „Über mich“-Seite sind vollständige Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, Mail).
Es gehört zum gutem Service, die Besucher der Website nicht lange suchen zu lassen. 
Und nutze die Gelegenheit und fordere zu einer Handlung auf.

Einige Beispiele für Handlungsaufrufe (Call to action): 

  • Beratungstermin vereinbaren (Link zur Kontakrseite oder Telefonnummer)
  • Rückruf anfordern (Vorgefertigtes kleines Formular, in dem nur noch Telefonnumer und Name eingetragen werden muss)
  • Produktbeschreibung ansehen (Link zu einer Produktseite)
  • PDF herunterladen (Download interessanter Dokumente)
  • Informationsmaterial bestellen  (Link zur Kontaktseite oder Telefonnummer)
  • Blog ansehen
  • Newsletter abonnieren
  • Seite auf Social Media teilen

Und noch einige allgemeine Hinweise:

  • Orientiere Dich beim Schreiben Deiner „Über mich“ oder „Über uns“-Seite an den 5-W-Fragen (Wer, Wo, Was, Wann, Wie)
  • Du hast keine Fotos? Ich fotografiere für Unternehmen Produkte, Mitarbeiter und alles, was nötig ist. (Fotos für Kundenprojekte)
    Hilfreich kann auch eine Fotodatenbank wie 123RF sein. Auch hier unterstütze ich gerne bei Auswahl und Bestellung.
  • Versetz Dich bei allen Inhalten Deiner Website in Deinen (Wunsch-)Kunden.
    Wichtig ist nicht, was Du schreiben willst, sondern was Deine Kunden interessant finden. Dem Fisch muss der Köder schmecken, nicht dem Angler! Nimm jeden Satz unter die Lupe.
  • Direkte Ansprache zeigt, dass Du nicht selbstverliebt in Deinen Texten badest, sondern beim Kunden und seinem Anliegen bist.
  • Lass die „Über mich“ oder „Über uns“-Seite keine Einbahnstraße sein. Verlinke passend zu anderen Seiten Deines Webauftritts.

Die fünf besten Tipps für Deine Produktfotos

Schluss mit scheußlichen Bildern. 

Die besten Tipps für Deine Produktfotos

Scheußliche Produktfotos will niemand sehen. Verschwommen, farbstichig, falsch platziert: das muss nicht sein.
Fotos zeigen Deinen Kunden was Du machst. Und das machst Du richtig gut. Also sollen die Bilder das auch vermitteln.

Darum bekommst Du von mir Tipps, wie Deine Bilder klasse werden. Aber fragen wir uns erst einmal:

Was macht gute Produktfotografie aus?

Gute Produktbilder informieren Deine Kunden und geben ihnen das Gefühl, dass sie Dir vertrauen können. Sie

  • ziehen die Aufmerksamkeit von Käufern auf sich
  • vermitteln wichtige Infos zu Größe, Farbe und Materialien
  • veranschaulichen den Zweck des Produkts
  • vermitteln Emotionen
  • wecken Kaufwünsche

Wie du echte Hingucker fotografierst

  1. Beschäftige Dich mit Deiner Kamera. Schau Dir an, wie Du mit unterschiedlichen Blenden ganz verschiedene Ergebnisse erzielst.  Ein hoher Blendenwert  (z.B. f11) sorgt für viel Tiefenschärfe. Ein kleiner Wert (z.B. f4) bildet den fokussierten Bereich scharf  ab und lässt alles was weiter vor oder zurück liegt sanft verschwimmen. Welcher Wert richtig ist, hängt auch vom Abstand zum Produkt ab und was genau Du darstellen möchtest. Lerne wie Du die Belichtung und den Weißabgleich Deiner Kamera verändern kannst.
  2. Nutze ein Stativ oder Tripod. Zum einen sorgt ein sicherer Stand Deiner Kamera dafür, dass Deine Bilder nicht verwackeln. Du kannst auf einen Blitz verzichten. Und Deine Produkte werden so stets aus der gleichen Perspektive aufgenommen.
  3. Achte auf den Hintergrund. Dein Produkt soll sich klar vom Hintergrund abheben. Dafür sollte der Hintergrund einen guten Kontrast zum Produkt haben und nicht zu unruhig wirken. Mit Pappe oder Karton lässt sich prima ein Hintergrund basteln.
  4. Verzichte auf den Blitz. In den meisten Kameras ist ein Blitz eingebaut. Für Produktfotos ist der gänzlich ungeeignet, weil er sehr harte Schatten wirft. Experimentiere mit Tageslicht. Ein großes helles Fenster. Vielleicht schaffst Du Dir mit der Zeit auch Tageslichtlampen an. Meisterklasse ist, wenn Du einen Beleuchtungsdämpfer einsetzt. Dafür kannst Du ein leichtes, helles Tuch über die Lichtquelle hängen. Aber Vorsicht, nicht anbrennen lassen.
  5. Achte auf einheitliches Licht. Mische nicht verschiedene Lichtquellen. Weder gleichzeitig, noch wenn Du an verschiedenen Tagen fotografierst. Dann wirken die Fotos nämlich alle unterschiedlich und das ist bei Produktfotos nicht erwünscht.

 

Hilfe, was soll ich denn nur auf meiner Website schreiben?

Webseiten Aktualisierung – mit diesen Tipps schaffst Du es spielend!

Webseiten Aktualisierung ist das „A und O“ eines erfolgreichen Internetauftritts. Du willst, dass Deine Website positiv wahrgenommen und oft besucht wird. Also halte Deine Onlinepräsenz stets aktuell!  Biete Deinen Besuchern etwas! Nichts ist abschreckender als Webseiten mit veralteten Inhalten!

Wenn man erst einmal einen Einstieg gefunden hat, kann die Webseiten Aktualisierung schnell zu einer neuen Leidenschaft werden.

Wenn man erst einmal einen Einstieg gefunden hat, kann die Webseiten Aktualisierung schnell zu einer neuen Leidenschaft werden.

Fast immer wenn ich das Thema Webseiten Aktualisierung anspreche, fange ich entnervte Blicke und ein hörbares Aufstöhnen ein.  „Was um Himmels Willen sollen wir denn da rein setzen?“ Viele meiner Kunden glauben, dass sie nichts zu erzählen hätten. Dabei ist es gar nicht so schwierig, interessante Inhalte zu bieten. Anfangs mag es noch etwas „ruckeln“, aber nach und nach kommen die Ideen von alleine. Bevor Du los legst, frag Dich ruhig einmal selbst: Was liest Du gerne auf Seiten anderer Unternehmen? Denn was Dich interessiert, interessiert auch andere. Meist sind es aktuelle Angebote, aber auch Produktvorstellungen oder persönliche, authentische Geschichten, die die Leser magisch anziehen.

Und bevor Du Dich versiehst, ist die Webseiten Aktualisierung zu Deinem Steckenpferd geworden. Trau Dich und lege einfach los. Hier habe ich einige Impulse zusammengestellt, die Dir dabei helfen können:

Webseiten Aktualisierung – persönlich und authentisch

Aus Deinem Unternehmen:

  • Stelle Dein Team vor. Was macht dieses Team besonders?
  • Gibt es neue Auszubildende?
  • Wer hat Prüfungen bestanden?
  • Wer ist in Ruhestand gegangen?
  • Nachwuchs bei Deinen Mitarbeitern? Sei stolz und gratuliere öffentlich!
  • Wer ist am längsten in der Firma?
  • Wer ist neu dazu gekommen? Welchen Aufgabenbereich hat diese Person?
  • Homestory eines Mitarbeiters. Nicht zu intim, aber eine paar persönliche Worte oder Gedanken werden immer gerne gelesen!
  • Ein ganz besonderer Mitarbeiter. Vielleicht Ihr Firmenhund oder ein Maskottchen?
  • Gibt es etwas besonderes zu Deinem Firmengebäude?
  • Ein Detail aus der Firmengeschichte?
  • Ein schmunzelndes Firmengeheimnis darf auch ausgeplaudert werden!
  • Gab es Zertifizierungen?
  • Ein Audit?

Alltägliches spannend erzählt:

  • Wie sieht ein typischer Morgen in Deinem Unternehmen aus?
  • Kuriose und lustige Begebenheiten sind dankbarer Stoff für Deine Firmen-News
  • Praktikanten oder Auszubildende berichten häufig gerne von ihren Erfahrungen
  • Was ist im Arbeitsalltag Deines Unternehmens besonders wichtig?
  • Wofür setzt der Chef oder die Chefin sich ganz persönlich ein?

Saisonales:

  • Ein persönlicher Weihnachtsgruß
  • Auch Neujahrs- oder Frühlingsgrüße sind erlaubt
  • Hast Du Angebote zu bestimmten Jahreszeiten?
  • Teile mit wann Du Betriebsferien hast
  • Stöhne ruhig über Hitze oder bei Bedarf über Kälte und erzähle, was diese mit Deinem Unternehmen anstellt
  • Gib  Tipps im Zusammenhang mit Deinem Unternehmen/Produkt/Dienstleistung, die der Jahreszeit entsprechen

Webseiten Aktualisierung – eine Form von Service

Lass andere wissen, was du leistest:

  • Beschreibe ein branchentypisches Problem mit Lösungsideen
  • Erkläre Begriffe, die mit Deiner Branche zu tun haben, die aber nicht jeder kennt
  • Stelle ein Produkt aus Deinem Angebot vor
  • Warum bietest Du ausgerechnet dieses Produkt an?
  • Stelle ein neues Produkt vor
  • Beschreibe Deine Dienstleistung(en) anhand eines Beispiels
  • Kreiere das Produkt des Monats und verbinden Sie es mit einem besonderen Angebot
  • Lassen einen Deiner Kunden erzählen (ein kurzes Interview wirkt sympathisch)
  • Beschreibe einen Prozess von der Herstellung bis zur Auslieferung beim Kunden
  • Schreibe eine Fallstudie
  • Veröffentliche eine Anleitung
  • Gibt es etwas, was Deine Kunden immer wieder fragen?
    Dann formulieren  die passenden Antworten!

 Aus der Nachbarschaft:

  • Branchentrends und Entwicklungen
  • Termin-Hinweise auf Veranstaltungen und Messen
  • Bericht vom Besuch einer Messe oder eines Seminars
  • Warst Du auf einer Messer vertreten? Auch hier lohnt sich ein Bericht!
  • Infos mir Verlinkung zu themenverwandten Produkten oder Dienstleistungen
  • Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Unternehmen
  • Lasse einen befreundeten Gast-Autor von Deinem geschäftlichen Kontakt berichten
  • Hinweis auf Presseberichte und Publikationen in Zusammenhang mit dem Thema Deines Unternehmens
  • Interessante Artikel aus dem Web, die Deine Kunden lesen sollten (mit Verlinkung)
  • Weise auf neue gesetzliche Vorschriften hin

Aus der Nachbarschaft II:

Vor allem lokal operierende Unternehmen können folgende Themen aufgreifen:

  • Stelle ein Unternehmen Deiner direkten Nachbarschaft vor
  • Weise auf wichtige lokale Ereignisse hin
  • Veröffentliche Termine. Ganz besonders dann, wenn leitende Mitarbeiter Deines Unternehmens dort vertreten sein werden

Webseiten Aktualisierung – so bitte nicht

Vorsicht Falle!

Auf platte Werbung solltest Du grundsätzlich verzichten! Davon gibt es bereits genug.
Erzähle nicht, dass Du der oder die Tollste Deiner Branche bist. Das bist Du ganz sicher, aber Deine Kunden wollen das nicht lesen, sondern im Umgang mit Dir erfahren.

Und wenn diese Impulse nicht ausreichen?

Dann schreibe ich Texte für Dich. Gerne auch regelmäßig.
Gemeinsam kriegen wir das hin! Wetten?

Hilfreich bei der Zusammenstellung dieser Impulse waren mir folgende Webseiten:

Wie wütende Kunden wieder zufriedene Kunden werden

Wütende Kunden hat sicher jeder schon einmal erlebt. Irgendetwas läuft nicht ganz rund und schon klingelt das Telefon.
Gestern wurde ich unfreiwillig Ohren-Zeugin eines Telefonats, das es in sich hatte. Die Dezibel an dem Ende der Leitung, an dem sich der Kunde befand, überschritten deutlich gesundheitsgefährdende Grenzwerte. Auch im Nebengebäude hätte man bequem mithören können. Am anderen Ende der Leitung die völlig verschreckte Mitarbeiterin eines Unternehmens:
hilflos stammelnd und die eigene Wut verzweifelt unterdrückend. Nach dem Telefonat benötigte sie eine halbe Stunde Pause an der frischen Luft.

Zum Glück ist das nicht Alltag. Aber der Anlass war gut, um mir ein paar Gedanken über den Umgang mit wütenden Kunden zu machen. Zufriedene Kunden sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Und meistens sind unsere Kunden zufrieden. Doch wie reagieren wir richtig, wenn es schwierig wird und Probleme auftauchen?

Wütende Kunden brauchen Empathie

Zunächst einmal sucht der Kunde nach einem Resonanzkörper für seine überschäumenden Gefühle. Er möchte, dass der aus seiner Sicht berechtige Ärger ankommt. Sätze wie „Ich verstehe, Sie sind sehr verärgert. Was kann ich denn jetzt für sie tun?“ zeigen Verständnis und nehmen den ersten Dampf aus dem Gespräch. Häufig ist danach eine ruhigere Kommunikation möglich. Leider nicht immer.

Grenzen setzen

Wütende Kunden brauchen besondere Fürsorge

Auch der wütende Kunde ist König.
Wenn er sein königliches Benehmen allerdings vollends vergisst hilft nur eines: konsequent Grenzen setzen.

Wenn der Kunde ausfallend wird, schreit oder beleidigt, ist es völlig in Ordnung Grenzen zu setzen. Zeigt ein höfliches „bitte regulieren Sie ihre Lautstärke“ keinerlei Wirkung, ist der Kunde offensichtlich zu aufgeregt, um jetzt an eine Problemlösung zu denken. Biete dem Kunden an, dass Du ihn später noch einmal anrufst. „Ich denke, wir kommen so nicht weiter. Wir können Morgen noch einmal darüber sprechen, wenn Sie sich etwas beruhigt haben. Wann darf ich Sie anrufen?“ Sei mutig und melde Dich später selbstbewusst zurück.

Was völlig nutzlos ist: Schuldzuweisungen

Und das von der einen, wie von der anderen Seite. Wütende Kunden neigen dazu, die Schuld nur beim Anderen zu sehen. Jetzt alles auf sich zu nehmen, ist die größte Falle, in die man tappen kann. Verständnis für den Ärger des Kunden bedeutet nicht, der Schuld-Esel zu sein. Die Schuldfrage ist zu diesem Zeitpunkt völlig nutzlos. Schuldzuweisungen werden lediglich kommentarlos zur Kenntnis genommen. Es geht jetzt einzig darum, dass das Problem schnell und effizient gelöst wird.
Ein noch größerer Fehler als alle Schuld auf sich zu nehmen ist es, alles von sich zu weisen. Möglicherweise den Kunden zu beschuldigen.
Solche Reaktionen sind vollkommen kontraproduktiv.
Der Fokus liegt auf der Problemlösung und nur da!

Umgehend reagieren

Dieser Punkt sollte eigentlich selbstverständlich sein: Auf die lange Bank schieben ist nicht drin! Umgehend auf den Kunden und seine Bedürfnisse einzugehen, ist das kleine Einmaleins der Kundenzufriedenheit. Und das gilt ganz besonders da, wo es einmal brenzelig wird. Zeige Deinem Kunden, dass Du Dich kümmerst.  Nicht gleich! Jetzt! Sonst wird der wütende Kunde ein noch wütenderer Kunde.

Entschuldige Dich

Nachdem der wütende Kunde sich wieder beruhigt hat, weil Du Dich seines Problems angenommen hast, ist es durchaus angebracht zu schauen, wer der Verursacher des Problems war. Liegt die Verantwortung bei Dir? Dann ist es an der Zeit den Fehler ehrlich und ungeschönt einzugestehen.
Die meisten Menschen haben Verständnis dafür, dass Fehler passieren, und wollen eigentlich nur, dass diese so schnell wie möglich beseitigt werden. Eine ehrlich gemeinte Entschuldigung und eine „kleine Runde Extra“ wirken wahre Wunder. Ein Gutschein, ein Rabatt, eine besondere Serviceleistung – biete eine kleine Wiedergutmachung an. Somit bleibt trotz des Konflikts eine gute Erinnerung haften. Danach wird der wütende Kunde wieder zu einem zufriedenen Kunden.

Wenn nichts mehr hilft, hilft nur die Trennung

Ich gebe zu: manchmal helfen alle Tipps nicht weiter. Die Chemie stimmt einfach nicht. Die Situation ist so verfahren, dass jeder Kontakt zum Energieräuber wird. Dann ist es Zeit, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Wünsche dem Kunden alles Gute für seine Zukunft und setze deine Energie für die Kunden ein, die besser zu Dir passen.

Tolle und praxisnahe Tipps für Kundentelefonate findest Du bei karrierebibel.de

Hast du Erfahrungen mit wütenden Kunden? Hast du noch einen Tipp oder eine Anregung? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar.